Das Sausal

im steirischen Hügelland

Das südsteirische Hügelland Sausal liegt zwischen den Flüssen Sulm und Laßnitz, trennt als Teil der mittelsteirischen Schwelle (Sausal-Schwelle) das Oststeirische vom Weststeirischen Becken und ragt rund 100 Meter aus dem Umland heraus. Die Böden dieser Erhebung bestehen aus paläozoischen Schiefern (aus dem Erdaltertum vor 300 bist 350 Million Jahren) und unterscheiden sich dadurch vom Rest der Südsteiermark, deren Böden vorwiegend aus Ablagerungen der Urmeere bestehen. Im Sausal kommt dieser Muschelkalk nur in den niedrigeren Lagen vor. Die höchste Erhebung ist mit 671 Metern über dem Meeresspiegel der Demmerkogel, die Weingärten zählen mit bis zu 90 % Gefälle zu den steilsten Europas. Durch aufwändige Handarbeit werden diese Extremsteillagen auch zum Teil in Terrassen bewirtschaftet, oftmals verlaufen die Rebzeilen aber vertikal. Die wichtigsten Sausaler Orte sind im Norden Sankt Nikolai, im Westen Sankt Andrä-Höch und im Süden Kitzeck.

St. Andrä-Höch
Demmerkogel
Kitzeck
St. Nikolai
Sulm

Die Herkunft des Namens „Sausal“ liegt im lateinischen „solva silva“ für Sulmwald begründet, davon wurde im Mittelalter der Begriff „Susal abgeleitet. Die Herleitung von „Sau-Suhle“ wegen des Wildschweinreichtums der Gegend ist wissenschaftlich nicht begründet. Berühmt ist die Region mit einer der ältesten Herkunftsbezeichnungen Österreichs für ihre mineralischen Weine mit zartrauchigen Aromen vom Schiefergestein. Weinbau gibt es hier seit der Römerzeit, gesicherte Aufzeichnungen seit dem Beginn des 12. Jahrhunderts wie so oft vom Klerus. Im Sausal hatten damals die Salzburger Erzbischöfe das Sagen, ihre hier ansässigen Bauern mussten die Wälder schlägern, um Reben zu pflanzen. Neben Wein gedeihen in dieser Region wegen des mediterran beeinflussten Klimas übrigens auch Edelkastanien, Kürbisse und verschiedene Edelobstsorten wie Feigen und Kiwis.